Zu nackt

Ärger für Adidas: Briten verbieten Werbung mit nackten Brüsten!

Eigentlich wollte Adidas in England für neue Sport-BHs werben. Doch das Wie entzürnte viele Briten. Denn BHs trug auf den Plakaten niemand!

Aktualisiert: 13.05.2022, 16:25 • 13.05.2022, 12:49
Wer nicht den richtigen Sport-BH trägt, hat wenig Freude beim Training. Doch mit einer Werbung für neue Modelle hat sich Adidas jetzt Ärger eingebrockt. (Symbolfoto)
Wer nicht den richtigen Sport-BH trägt, hat wenig Freude beim Training. Doch mit einer Werbung für neue Modelle hat sich Adidas jetzt Ärger eingebrockt. (Symbolfoto) Foto: IMAGO / Westend61

London/slo – In England hat die Werbeaufsicht eine Kampagne des deutschen Sportartikelherstellers Adidas wegen „expliziter Nacktheit“ verboten. Der Konzern mit den drei Streifen hatte für seine Sport-BHs werben wollen, allerdings nicht mit Stoff sondern mit vielen unverhüllten Frauenbrüsten.

„Wir stellten fest, dass die Brüste im Mittelpunkt der Anzeigen standen und weniger Wert auf die BHs selbst gelegt wurde, auf die nur im Begleittext Bezug genommen wurde“, zitiert der „Guardian“ aus der Entscheidung der britischen Behörde. Zuvor hätte es insgesamt 24 Beschwerden gegeben.

„Wir zeigen verschiedenste Formen und Größen, um deutlich zu machen, warum entsprechende Passgenauigkeit so wichtig ist“, erklärte Adidas seine Kampagne. Die Bilder seien beschnitten worden, um die Identität der Models zu schützen. Alle hätten sich freiwillig gemeldet und die Ziele der Kampagne unterstützt. Zudem habe man die Werbetafeln absichtlich nicht in der Nähe von Schulen oder religiösen Stätten aufstellen lassen.

Die Kommentare im Internet sind differenziert. Viele User begrüßen und unterstützen die Kampagne. Die Werbung zeige, dass Frauenbrüste keine sexuellen Objekte sind. Andere User kritisierten, dass die Kampagne Kinder verschrecken könne.

In England darf Adidas die Werbeplakate in dieser Form nicht mehr zeigen, online sind sie jedoch weiter zu sehen.