JVA Burg War Tod in der "Liebeszelle" ein Sex-Unfall? Ehemann legt Revision ein
Eine Frau hat ihren inhaftierten Ehemann in der JVA Burg besucht – und wurde später tot in der Liebeszelle aufgefunden. Er wurde zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Doch diese will er nicht akzeptieren. Was ist seine Begründung?

Stendal. – Der Mann, der wegen Totschlags seiner Frau in der sogenannten Liebeszelle der JVA Burg verurteilt wurde, hat Revision eingelegt. Seine Verteidigerin habe bereits am Freitag Rechtsmittel eingelegt, teilte ein Sprecher des Landgerichts Stendal mit.
Der 38-jährige Deutsche war vergangene Woche zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt zehn Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er seine Frau tötete, während diese ihn im Gefängnis besucht hatte.
JVA Burg: Laut Verurteiltem war es Unfall beim Sex
Die Tat ereignete sich Anfang April 2025 in der Justizvollzugsanstalt Burg, dem größten und modernsten Gefängnis in Sachsen-Anhalt. In der sogenannten Liebeszelle können Häftlinge für mehrere Stunden unbeaufsichtigt Zeit mit ihrer Partnerin oder mit Familienangehörigen verbringen.
Die 35-jährige Frau war in einer solchen Liebeszelle tot aufgefunden worden. Eine Obduktion ergab, dass sie durch "Gewalt gegen den Hals" ums Leben kam.
Der Mann argumentierte, es habe sich um einen Unfall beim Sex gehandelt. Er habe die Frau beim Akt zur Luststeigerung gewürgt und durch die Einnahme von "chemischen Cannabinoiden" die Kontrolle verloren.