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Mineralölfirmen in Sachsen-Anhalt Anklage in Magdeburg: Diesel-Panscher sollen Millionen Euro Steuern hinterzogen haben

Von Polen aus sollen Kraftstoffe nach Deutschland geliefert und dabei Steuern hinterzogen worden sein. Der deutsche Staat wurde so um viele Millionen Euro betrogen. Jetzt wurde in Magdeburg Anklage erhoben.

Von DUR Aktualisiert: 29.01.2026, 11:30
Viele Millionen Euro Steuern sollen über Geschäfte mit Kraftstoff hinterzogen worden sein. Die Europäische Staatsanwaltschaft in Magdeburg hat jetzt Anklage erhoben. 
Viele Millionen Euro Steuern sollen über Geschäfte mit Kraftstoff hinterzogen worden sein. Die Europäische Staatsanwaltschaft in Magdeburg hat jetzt Anklage erhoben.  Archivbild: Horst Galuschka/dpa

Magdeburg. – Die Europäische Staatsanwaltschaft in Magdeburg hat Anklage gegen fünf Menschen erhoben, die Mehrwertsteuer in Höhe von 20 Millionen Euro hinterzogen haben sollen.

Über zwei Mineralölfirmen in Sachsen-Anhalt sollen sie sogenannte Designer-Kraftstoffe vertrieben haben, teilten die Staatsanwaltschaft und das Landgericht Magdeburg mit. Dabei handle es sich um ein chemisch modifiziertes Produkt, für das nur dann Energiesteuer bezahlt werden muss, wenn es – wie in diesem Fall – als Diesel genutzt wird.

Anklage in Magdeburg: Kraftstoff als Schmieröl deklariert

Laut Staatsanwaltschaft ist der Kraftstoff als Schmieröl deklariert über mehrere Unternehmen im Inland und osteuropäischen Ausland geliefert worden.

Von Polen auf den deutschen Markt gelangt, soll er dann umgefüllt und als Diesel deklariert worden sein, "um vorzuspiegeln, dass die Energiesteuer entrichtet wurde", hieß es. Über Scheinfirmen seien Rechnungen ausgestellt und ungerechtfertigte Vorsteuern geltend gemacht worden.