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Magdeburger Dom "Einem Kaiser angemessen": Wie soll Otto der Große künftig ruhen?

Der Holzsarg, in dem der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches seit Jahrhunderten im Magdeburger Dom liegt, ist nicht mehr zu retten. Jetzt sind Künstler gefragt, die letzte Ruhestätte von Otto dem Großen neu zu gestalten.

Von DUR 27.08.2025, 08:16
Für das stark beschädigte Grabmal des ersten Kaisers des Heiligen Römischen Reichs, Otto des Großen, ist ein Ersatz für den hölzernen Sarg nötig. 
Für das stark beschädigte Grabmal des ersten Kaisers des Heiligen Römischen Reichs, Otto des Großen, ist ein Ersatz für den hölzernen Sarg nötig.  Archivbild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Magdeburg/Halle (Saale). – Für die Neugestaltung des stark zersetzten Holzsargs von Otto dem Großen setzt die Kunststiftung Sachsen-Anhalt auf einen Wettbewerb.

Zehn ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten seien zur Teilnahme eingeladen worden, teilte die Stiftung mit. Darunter sind Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Gewerke. Sie können bis Mitte November Entwürfe einreichen, die eine Jury bis Ende November bewertet.

Dem Kaiser-Rang angemessen

Die Stiftung betonte, dass die Gestaltung des Sargs "dem Rang des ersten römisch-deutschen Kaisers angemessen" sein und dem "historischen Anlass in würdiger wie zugleich zeitgenössischer Form Rechnung tragen" solle.

Im vergangenen Jahr waren erhebliche Schäden am Grabmal von Otto dem Großen im Magdeburger Dom festgestellt worden. Ein Sarkophag aus Kalkstein bedarf einer Sanierung. Der darin liegende Holzsarg sei derart zerfallen, dass eine Alternative geschaffen werden müsse.

Die sterblichen Überreste Ottos des Großen sollen während der Arbeiten und nach Abschluss von Untersuchungen wieder im Dom beigelegt werden.

Otto der Große: Im Memleben gestorben, in Magdeburg beerdigt 

Otto I., auch Otto der Große genannt, war der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Er wurde 962 in Rom zum Kaiser gekrönt. 968 gründete er das Erzbistum Magdeburg. 973 starb er in Memleben. Er wurde im Magdeburger Dom an der Seite seiner schon 946 verstorbenen Frau Editha beigesetzt.

Für die Neugestaltung ihres Sarges hatte die Kunststiftung bereits 2009/10 einen Wettbewerb ausgerufen.