Rassismus-vorwurf 

Fiese Doppel-Attacke in Magdeburg! Erst blutroter Farbanschlag auf Mohren-Apotheke  - und dann auch noch dieses Plakat

Blutig rot leuchtet Farbe an der Mohren-Apotheke. Und jetzt das: Nach der Attacke hängt der Offene Kanal ausgerechnet über den Namenszug ein Banner. Dem Apotheken-Inhaber wurde in der Vergangenheit Rassismus vorgeworfen. 

13.01.2022 - 6.22 Uhr • Aktualisiert: 13.01.2022, 18:29
Die Mohren-Apotheke in Magdeburg wurde Ziel einer Farbattacke.
Die Mohren-Apotheke in Magdeburg wurde Ziel einer Farbattacke. Ein Banner verdeckt zum Teil den Namen. Foto: Anja Guse

Magdeburg - Die Fassade der Mohren-Apotheke in Stadtfeld-Ost ist auch zwei Wochen nach dem Farbanschlag in der Nacht zum 29. Dezember 2021 stark gezeichnet von der Attacke in blutig wirkendem Rot. Seit dem 10. Januar 2022 ist nun auch noch der Namenszug der Apotheke an der Olvenstedter Straße von einem Plakat überdeckt - ausgerechnet der in linken Kreisen strittige "Mohren"-Teil.

Kommt das Plakat - in Anspielung auf den Namen - einer erneuten Attacke auf die Einrichtung gleich? Das Banner wirbt für die Aktionswoche "Eine Stadt für alle", die am 16. Januar beginnt. Aufgehängt wurde es vom Balkon des Offenen Kanals, der seinen Sitz direkt über der Apotheke hat.

Wie stehen Apotheker und der Offene Kanal dazu? Antworten gibt es auf Volksstimme.de.

Apotheken-Inhaber Andreas Wallbaum sah sich bereits im Sommer 2020 Rassismusvorwürfen ausgesetzt. Zu der Zeit war eine deutschlandweite Debatte um Namen und Bezeichnungen mit tatsächlichem oder vermeintlichem rassistischen Hintergrund entbrannt. Eine Magdeburger Studentin warf der Apotheke in einem Offenen Brief vor, dass deren Name rassistisch belegt sei.