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Aus Gründen der Gefahrenabwehr Betrieb bei Domo in Leuna geht vorerst weiter – Schulze: Es gibt Interessenten

Sachsen-Anhalt springt ein, um aus Gründen der Gefahrenabwehr den Betrieb beim Chemieunternehmen Domo in Leuna weiterlaufen lassen zu können. Schon deshalb hofft der Wirtschaftsminister auf neue Investoren.

Von DUR Aktualisiert: 15.01.2026, 10:34
Zwei Mitarbeiter von Domo Chemicals in Leuna bereiten den Einbau eines neuen Kamins vor. 
Zwei Mitarbeiter von Domo Chemicals in Leuna bereiten den Einbau eines neuen Kamins vor.  Archivfoto: dpa

Halle (Saale)/Leuna. – Wirtschaftsminister Sven Schulze hat die Anordnung des Weiterbetriebs der Produktionsanlagen in Leuna des Chemieunternehmens Domo Chemicals verteidigt.

Der Weiterbetrieb sei nötig, um im Zweifelsfall etwa Gefahren für die Umwelt abzuwehren, betonte der CDU-Politiker im Gespräch mit dem MDR. Zudem könne der Insolvenzverwalter die so gewonnene Zeit nutzen, um Investoren zu suchen. "Es gibt Interessenten, hier einzusteigen", sagte Schulze. Das Unternehmen in Leuna sei "durchaus sehr interessant".

Domo in Leuna: Land ordnet Ersatzvornahme an

Sachsen-Anhalt hat eine sogenannte Ersatzvornahme angeordnet, stellt also Mittel bereit, um einen Minimalbetrieb in Leuna am Laufen zu halten; aus Gründen der Gefahrenabwehr, wie der Insolvenzverwalter mitteilte.

Zuvor hatte das belgische Unternehmen Domo angekündigt, an seinen deutschen Standorten in Sachsen-Anhalt und Brandenburg wegen Insolvenzen seine Anlagen herunterfahren zu müssen. Durch die Anordnung des Landes sei die kurzfristige Stilllegung der Produktion aber vorerst vom Tisch.

Geld soll zurück zum Land kommen

Mit Blick auf das Geld, das das Land nun für den Weiterbetrieb in die Hand nimmt, sagte Schulze dem MDR: "Natürlich wird Sachsen-Anhalt schauen, wie das Geld, das jetzt eingesetzt werden muss, auch wieder zurück zum Land fließt." Folglich profitiere auch das Land, je eher ein neuer Investor gefunden werde.

Schulze betonte, dass die Hilfe des Landes keinen Einstieg Sachsen-Anhalts in das Unternehmen bedeute. Ebenso wenig habe die Anordnung des Weiterbetriebs mit seiner Kandidatur als Spitzenkandidat der CDU bei der anstehenden Landtagswahl zu tun.