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Chemiepark im Saalekreis Rettung für Domo in Leuna? So sieht das Szenario aus

Kurz vor knapp scheint eine Lösung für den Domo-Standort Leuna in Sachsen-Anhalt gefunden worden zu sein. Wie es in Brandenburg weitergeht, ist allerdings ungewiss.

Von DUR Aktualisiert: 31.03.2026, 13:40
Für den Domo-Standort in Leuna könnte es eine Zukunft geben. 
Für den Domo-Standort in Leuna könnte es eine Zukunft geben.  Archivbild: dpa

Leuna/Premnitz/Magdeburg. – Für die zwei insolventen Tochterfirmen des belgischen Chemieunternehmens Domo Chemicals in Leuna zeichnet sich eine Rettung ab.

Geplant ist, dass unter anderem der Standortbetreiber InfraLeuna eine Tochtergesellschaft gründet und die beiden Firmen übernimmt. Unklar ist allerdings weiter, ob und wie es am Standort in Premnitz in Brandenburg weitergeht.

Wie kann eine Lösung für Domo aussehen?

Das Chemieunternehmen mit Sitz im belgischen Gent hatte Ende des vergangenen Jahres für seine drei deutschen Tochterfirmen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg Insolvenz angemeldet.

Die drei Firmen werden auf der Suche nach Investoren einzeln betrachtet. Es könnte also jeweils unterschiedliche Lösungen geben. Bislang wurden noch keine Verträge unterschrieben. 

Die meisten Domo-Mitarbeitenden sind im sachsen-anhaltischen Leuna beschäftigt, bei der Domo Chemicals GmbH sind es rund 35, bei der Domo Caproleuna GmbH etwa 480. In Premnitz in Brandenburg hat die Domo Engineering Plastics GmbH rund 70 Mitarbeitende.

Domo-Insolvenzverfahren steht vor Eröffnung

Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Lucas Flöther äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu einer möglichen Lösung für die Domo-Standorte. Angaben könnten erst gemacht werden, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet sei. Dies soll am Mittwoch (1. April) geschehen.

InfraLeuna und das auf dem Gelände des Chemieparks im Süden Sachsen-Anhalts ansässige Unternehmen Leuna-Harze wollen wohl eine neue Tochtergesellschaft gründen, um die Domo-Töchter zu übernehmen. 

Bislang wurde der Betrieb in Leuna durch Mittel des Landes aufrechterhalten, weil die Anlagen zunächst nicht sicher heruntergefahren werden konnten.