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Großaufgebot in Merseburg und Magdeburg Razzia wegen illegaler Arbeit auf Baustellen: Ausländer nach Deutschland eingeschleust

Mit einem Großaufgebot von 95 Einsatzkräften haben Ermittler mehrere Objekte in Sachsen-Anhalt durchsucht. Der Verdacht: Ausländische Arbeitskräfte sollen unerlaubt auf Baustellen beschäftigt worden sein. Die Ermittlungen laufen – wohin sie führen, bleibt abzuwarten.

Von DUR Aktualisiert: 29.09.2025, 10:50
Bei der Razzia in Merseburg und Magdeburg waren 95 Polizeibeamte im Einsatz. 
Bei der Razzia in Merseburg und Magdeburg waren 95 Polizeibeamte im Einsatz.  Symbolbild: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Merseburg. – Weil der Verdacht besteht, dass auf mehreren Baustellen illegal eingeschleuste Menschen arbeiten, hat die Bundespolizei Objekte in Sachsen-Anhalt durchsucht.

Am Donnerstagmorgen seien 95 Polizeibeamte im Einsatz gewesen, um fünf Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Halle zu vollstrecken, teilte die Bundespolizei mit. 

Kontrolle in Sachsen brachte Ermittler auf die Spur

Die Ermittlungen richten sich gegen vier Beschuldigte aus Montenegro. Ihnen wird vorgeworfen, Ausländer mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten nach Deutschland geschleust zu haben. Diese sollen dann auf Baustellen eingesetzt worden sein, die die Baufirma eines der Beschuldigten unterhält. 

Durchsucht wurden nach Polizeiangaben Wohn- und Geschäftsräume der vier Beschuldigten sowie die Räume einer Pension in Merseburg. Auch auf einer Baustelle in Magdeburg habe es polizeiliche Maßnahmen gegeben.

In den Fokus der Ermittler gerieten die Beschuldigten durch eine Baustellenkontrolle in Delitzsch (Sachsen). Dabei seien mehrere Arbeiter mit gefälschten Ausweisen der EU festgestellt worden. Bei den Durchsuchungen seien unter anderem zahlreiche Speichermedien und Dokumente beschlagnahmt worden.