1. SAO
  2. >
  3. Panorama
  4. >
  5. Vorsorge: Gesundheitsminister wirbt für Grippe-Impfung

VorsorgeGesundheitsminister wirbt für Grippe-Impfung

Die Grippewelle im vergangenen Herbst erwischte viele Menschen in Niedersachsen. Impfungen können vor schweren Verläufen schützen, sagt der Gesundheitsminister - und geht mit eigenem Beispiel voran.

Von dpa 19.09.2023, 13:03
Eine Ärztin impft eine Frau.
Eine Ärztin impft eine Frau. Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild

Hannover - Nach der heftigen Erkältungswelle im vergangenen Jahr hat Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi für die Grippe-Impfung in diesem Jahr geworben. „Es ist unklar, wie intensiv die bevorstehende Erkältungssaison wird - umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden“, sagte der SPD-Politiker. Am Dienstag ließ sich Philippi selbst in Hannover vom Präsidenten des Landesgesundheitsamts (NLGA), Fabian Feil, gegen Influenza impfen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) erklärte, dass mit landesweit 2,3 Millionen Grippe-Impfdosen genügend Impfstoff für alle Interessierten zur Verfügung stehe.

„Im letzten Herbst haben wir eine der schwersten Erkältungswellen der vergangenen Jahre erlebt, das zeigten alle Überwachungssysteme“, sagte NLGA-Präsident Feil. In den Kindertagesstätten etwa war laut Gesundheitsministerium zeitweise jeder dritte Beschäftigte krankgemeldet. Während unter kleineren Kindern vor allem das RS-Virus kursierte, habe das NLGA über alle Bevölkerungsgruppen hinweg auch für die Influenza eine überdurchschnittlich heftige Welle erfasst.

Minister Philippi erklärte, vor allem Menschen, die ein hohes Risiko für einen schweren Grippe-Verlauf hätten, Schwangere und Menschen über 60 Jahre sollten sich gegen Influenza impfen lassen. Aber auch für medizinisches und pflegerisches Personal sowie für pflegende Angehörige sei die Impfung ratsam.

Der NLGA-Präsident wies zudem darauf hin, dass weiterhin Impfungen gegen das Coronavirus möglich seien. „Die Pandemie ist zwar vorbei, Corona jedoch nicht“, sagte Feil.

Seit Montag sind Corona-Impfungen mit einem auf die Omikron-Sublinie XBB.1.5 angepassten Präparat von Biontech möglich, das gegen kursierende Varianten schützen soll.