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Unesco-Weltkulturerbe Für gut 30 Millionen Euro: Ensemble auf dem Stiftsberg in Quedlinburg saniert

"Schön gemacht!" steht auf Postkarten mit dem Stiftsberg Quedlinburg. Der Kern der Unesco-Welterbestadt ist für mehr als 30 Millionen Euro saniert worden und erwartet jetzt wieder Besucher.

Von DUR Aktualisiert: 27.03.2026, 14:51
Blick in die Stiftskirche St. Servatii auf dem Quedlinburger Stiftsberg
Blick in die Stiftskirche St. Servatii auf dem Quedlinburger Stiftsberg Foto: Matthias Bein/dpa

Quedlinburg. – Nach gut sechsjährigen Sanierungsarbeiten auf dem Stiftsberg Quedlinburg ist ein erster Teil für Besucherinnen und Besucher wieder zugänglich.

Von Samstag, dem 28. März, an können die Innenhöfe mit den neu gestalteten Fassaden der Stiftsgebäude, der Garten mit dem rekonstruierten Gartenhaus sowie eine neue Ausstellung in der Stiftskirche St. Servatii besichtigt werden. Gut 30 Millionen Euro seien in die Sanierungen geflossen, sagte Oberbürgermeister Frank Ruch. 

Stiftsberg Quedlinburg: Domschatz wurde neu gestaltet

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober solle auch das Schlossmuseum eröffnet werden. Dann ist ein vollständiger Rundgang möglich. Stiftskirche und Schlossmuseum haben dann erstmals einen gemeinsamen Eingang.

Blick auf die Stiftskirche St. Servatii sowie den sanierten Schlosskomplex, in dem das Schlossmuseum im Oktober eröffnet werden soll.
Blick auf die Stiftskirche St. Servatii sowie den sanierten Schlosskomplex, in dem das Schlossmuseum im Oktober eröffnet werden soll.
Foto: Matthias Bein/dpa

Der Stiftsberg ist Kern des Unesco-Weltkulturerbes von Quedlinburg. Hier ließ sich Heinrich I. (876 bis 936) bestatten. Seine Witwe, Königin Mathilde (895 bis 968), richtete gemeinsam mit ihrer Familie ein hochadeliges freiweltliches Damenstift ein. 

Frauen aus den höchsten Fürstenhäusern gehörten hier zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des Reiches. Sie bewahrten die Erinnerung Heinrichs und bildeten zugleich ein Herrschaftszentrum über Jahrhunderte bis 1802. Die Stiftskirche ist bis heute evangelische Pfarrkirche.

Die Schatzkammern der Stiftskirche in Quedlinburg wurden neu gestaltet.
Die Schatzkammern der Stiftskirche in Quedlinburg wurden neu gestaltet.
Foto: Matthias Bein/dpa

Wer den Stiftsberg besucht, kann die Stiftskirche mit dem Domschatz besichtigen. Der Schatz, zu dem prächtige Requiliare und Handschriften gehören, ist in den Schatzkammern neu angeordnet worden. In der Kirche entstanden Themeninseln, an denen sich Besucher beispielsweise zum Gebäude, zur Architektur und Geschichte informieren können. 

In der Krypta, in der Heinrich I. und seine Frau beigesetzt wurden, sind liturgische Gesänge zu hören und dezente Lichtinstallationen eingerichtet. Besucher können auf Bänken Platz nehmen und den Raum erleben.