1. SAO
  2. >
  3. Sachsen-Anhalt
  4. >
  5. Geflügelpest in Sachsen-Anhalt: Vogelgrippe könnte eine neue Pandemie auslösen

Geflügelpest in Sachsen-Anhalt Virologe Stöhr warnt: Vogelgrippe könnte eine neue Pandemie auslösen

Das H5N1-Virus ist weltweit in Wildgeflügel verbreitet, so der Virologe Klaus Stöhr. Auch Sachsen-Anhalt ist derzeit stark betroffen. Wie groß ist das Risiko für Menschen und worauf sollte man beim Fund toter Tiere achten?

Von DUR Aktualisiert: 30.10.2025, 11:55
"Prinzipiell hat das H5N1-Virus alles, um eine Pandemie auszulösen", sagt der Virologe Klaus Stöhr. 
"Prinzipiell hat das H5N1-Virus alles, um eine Pandemie auszulösen", sagt der Virologe Klaus Stöhr.  Archivbild: Robert Michael/dpa

Halle (Saale). – Der Virologe Klaus Stöhr hat im Zuge der Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland, wo auch Sachsen-Anhalt derzeit stark betroffen ist, vor einer erneuten Pandemie gewarnt. "Prinzipiell hat das H5N1-Virus alles, um eine Pandemie auszulösen", sagte der langjährige Leiter des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation.

Stöhr spricht sich dafür aus, Vorsorge zu treffen. "Pandemien hat es immer gegeben; eine gute Pandemieplanung ist die beste Vorbereitung." So sollten Impfstoffe entwickelt, weltweit die Pandemiepläne auf den neuesten Stand gebracht und die Überwachung von Tierbeständen verbessert werden.

Virologe Klaus Stöhr: Gefahr der Vogelgrippe "nicht unterschätzen"

Der Experte betonte, für Menschen sei das Risiko einer Infektion bisher extrem gering. Dennoch: "Wer auf tote Tiere trifft, zum Beispiel beim Spaziergang, sollte sie nicht anfassen, Abstand wahren, seinen Hund zurückhalten und das zuständige Veterinäramt verständigen."

Das Virus sei mittlerweile weltweit im Wildgeflügel verbreitet. "Damit gibt es jetzt unendlich mehr Möglichkeiten der Übertragung und Anpassung an den Menschen. Diese Gefahr ist nicht zu unterschätzen", sagte Stöhr.