Frau erliegt Verbrennungen Eigene Partnerin angezündet! Mann aus Weißenfels muss ins Gefängnis
In Weißenfels hat ein Mann seine Lebensgefährtin angezündet. Die Frau starb an ihren Verletzungen. Dafür muss der Angeklagte nun für mehrere Jahre in Haft.

Weißenfels/Halle (Saale). – Am Landgericht in Halle ist ein Mann zu einer jahrelangen Haftstrafe verurteilt worden, weil er seine Lebensgefährtin angezündet hat. "Das Ergebnis der Handlung, für die sie verantwortlich sind, ist endgültig", betonte der Vorsitzende Richter.
Der 45-Jährige wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Er habe nicht die Absicht gehabt, die Frau zu töten, betonte der Richter.
Frau in Weißenfels angezündet: Angeklagter bestreitet Vorwürfe
Gegen das Urteil kann binnen einer Woche Revision eingelegt werden. Der Mann aus Polen bestritt die Vorwürfe gegen ihn. Er spricht kaum Deutsch und äußerte sich zu Beginn des Prozesses über seinen Verteidiger zu dem Vorfall. Bis zur rechtmäßigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Während eines Streits im August vergangenen Jahres soll der Pole seine damals 47 Jahre alte ebenfalls polnische Partnerin in der gemeinsamen Wohnung in Weißenfels mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet haben, um sie langsam und qualvoll zu töten, hatte es in der Anklage geheißen.
Das Gericht sah es nun als erwiesen an, dass der Mann seine Partnerin "in der körperlichen Unversehrtheit" verletzten wollte, sagte der Richter. Er sei verantwortlich für den Tod der Frau, der "völlig sinnlos" ist. Nachdem er die Frau mit der Flüssigkeit übergossen und angezündet hatte, sei er von den Folgen seiner Handlung allerdings überrascht gewesen.