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Stressfrei kommunizieren "Kuhflüsterer"-Seminar im Harz: Mit Rotem Höhenvieh die Rindersprache lernen

Kühe ruhig führen, ohne sie zu stressen – das konnten Landwirte im Harz lernen. Ein Seminar zeigte, wie Mensch und Tier besser miteinander kommunizieren können.

Von DUR 21.08.2025, 11:37
Wie man Rinder stressfrei treiben kann, zeigt "Kuhflüsterer" Philipp Wenz.
Wie man Rinder stressfrei treiben kann, zeigt "Kuhflüsterer" Philipp Wenz. Foto: Matthias Bein/dpa

Tanne. – Kühe stressfrei von der Weide treiben oder sie bei medizinischen Untersuchungen ruhig halten: Darum ging es bei einem Seminar im Harz-Ort Tanne. Landwirte lernten dort, wie sie sicher und ruhig mit Rindern kommunizieren und Herden besser führen können.

Gearbeitet wird mit dem Harzer Roten Höhenvieh.
Gearbeitet wird mit dem Harzer Roten Höhenvieh.
Foto: Matthias Bein/dpa

"Je effizienter ich mit den Tieren arbeite, desto weniger Arbeitskräfte brauche ich", sagte Seminarleiter Philipp Wenz aus Mirow (Mecklenburg-Vorpommern). Es sei immer von Vorteil, Aufregung bei den Tieren zu reduzieren, die Tiere seien dann gesünder.

"Kuhflüsterer" im Harz: "Das Leben ist kein Ponyhof"

Dabei gebe es immer wieder Situationen, wie medizinische Untersuchungen, wo bei den Tieren Stress ausgelöst werde. "Das Leben ist kein Ponyhof."

Die Low Stress Stockmanship-Methode hat Landwirt und Seminarleiter Philipp Wenz in den USA gelernt.
Die Low Stress Stockmanship-Methode hat Landwirt und Seminarleiter Philipp Wenz in den USA gelernt.
Foto: Matthias Bein/dpa

Nach Angaben der veranstaltenden Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau in Iden ging es bei dem Seminar um die Low-Stress-Stockmanship-Methode. Diese habe Seminarleiter Wenz in den USA kennengelernt.

Das Geheimnis, Tiere zu verstehen

Gearbeitet wurde mit dem Harzer Roten Höhenvieh von Brockenbauer Uwe Thielecke. Unter anderem gehe es um Methoden des Verladens und des Treibens. Auch Sinneswahrnehmung von Rindern hätten eine Rolle gespielt, hieß es.

Wenz vermittelt nach eigenen Angaben seit 2008 Praxiswissen zur Methode unter anderem an Landwirte, Züchter, Klauenpfleger, Tierärzte und Tiertransporteure.