Unesco-Welterbe Europas einziger künstlicher Vulkan: "Wörlitzer Vesuv" speit wieder Feuer
Es brodelte und spie. Der "Wörlitzer Vesuv" ist am Wochenende wieder in Aktion getreten. Damit wurde zugleich ein Jubiläum gefeiert.

Wörlitz. – Ein Schauspiel der besonderen Art ist am Wochenende im Wörlitzer Park (Landkreis Wittenberg) geboten worden. Europas einziger künstlicher Vulkan brach am Freitag und Samstag aus.
Die Illusion wurde mit großem Aufwand betrieben. Feuer, Wasser, Pyrotechnik und Akustik sorgten für ein beeindruckendes Spektakel.
Künstlicher Vulkan: "Vesuv von Wörlitz" seit 2005 wieder in Aktion
Der 17 Meter hohe künstliche Vulkan steht auf der ebenfalls künstlichen Insel Stein am östlichen Ausläufer des Wörlitzer Sees. In Aktion trat der Vulkan erstmals am 10. August 1794, dem Geburtstag des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740 bis 1817). Dann war es lange Zeit still um den "Vesuv von Wörlitz". Erst im Jahr 2005 wurde er wieder in Betrieb genommen.
Der Vulkanausbruch war in diesem Jahr zusammen mit einem mehrstündigen Programm der Höhepunkt des Jubiläumsjahres "25 Jahre Unesco-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz".
Der Park mit seinen Seen, Kanälen, dem Schloss, den Tempeln, Häusern und originellen Brücken wurde ab 1764 schrittweise über Jahrzehnte als ersten Landschaftspark im englischen Stil auf dem europäischen Festland angelegt.