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Spatenstich in Barleben Darum investiert Sachsen-Anhalt 420 Millionen Euro in neues Landeskriminalamt

Es ist die aktuell größte Bauinvestition des Landes Sachsen-Anhalt: das neue Landeskriminalamt. Es entsteht in Barleben bei Magdeburg. So sehen die Pläne aus.

Von DUR Aktualisiert: 21.11.2025, 15:38
Eine Polizistin filmt einen Bagger beim Spatenstich auf dem Gelände des neuen Landeskriminalamts in Barleben.
Eine Polizistin filmt einen Bagger beim Spatenstich auf dem Gelände des neuen Landeskriminalamts in Barleben. Foto: Peter Gercke/dpa

Barleben. – In Barleben vor den Toren Magdeburgs entsteht für eine Investitionssumme von rund 420 Millionen Euro Sachsen-Anhalts neues Landeskriminalamt (LKA). Nach dem derzeitigen Stand soll die Behörde im Jahr 2029 aus bislang verschiedenen Liegenschaften in Magdeburg und Schönebeck nach Barleben umziehen können, wie das Finanzministerium zum feierlichen Spatenstich mitteilte.

Es handele sich um die aktuell größte Bauinvestition des Landes, so der Geschäftsführer der Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IPS), Thomas Poege. Die IPS setzt das Projekt um.

Neues LKA: 700 Bedienstete auf mehr als 20.000 Quadratmetern

Der Neubau auf mehr als 20.000 Quadratmetern biete Platz für gut 700 Bedienstete. Neben Büros entstehen den Angaben zufolge unterschiedliche Labore, Räume für die Aus- und Fortbildung, Sport- und Lagerräume.

Landrat Martin Stichnoth, Innenministerin Tamara Zischang, LKA-Direktorin Birgit Specht, Finanzminister Michael Richter und Barlebens Bürgermeister Frank Nase (v.l.) beim Spatenstich in Barleben
Landrat Martin Stichnoth, Innenministerin Tamara Zischang, LKA-Direktorin Birgit Specht, Finanzminister Michael Richter und Barlebens Bürgermeister Frank Nase (v.l.) beim Spatenstich in Barleben
Foto: Peter Gercke/dpa

Das LKA werde mit neuester Server- und Netzwerktechnik sowie einem zeitgemäßen Daten- und Telekommunikationsnetz den aktuellen Technikstandards entsprechen, hieß es.

Innenministerin: Räumlich und technisch Schritt halten 

"Die Anforderungen an die kriminalpolizeiliche Arbeit sind in den letzten Jahren enorm gestiegen – sei es durch die Digitalisierung, komplexe Ermittlungsverfahren oder neue Kriminalitätsformen. Deshalb ist es unerlässlich, auch räumlich und technisch Schritt zu halten", sagte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) laut einer Mitteilung. 

Aktuell ist das LKA dezentral in mehreren Liegenschaften untergebracht, die an ihre räumlichen Grenzen stoßen. Insbesondere in Magdeburg gibt es erheblichen Sanierungsbedarf.

Die Idee einer Sanierung im laufenden Betrieb wurde verworfen. Zum einen wurde sie als unwirtschaftlich eingestuft, zum anderen etwa aus Arbeitsschutzgründen als praktisch nicht umsetzbar.